Roman: Tausche Pumps für ein Stück Himmel

Es gibt viele, die fliegen, warum soll man das als Mutter nicht auch machen können?

Cover-Entwurf Tausche Pumps für ein Stück Himmel © Maja Christ

In der Geschichte „Tausche Pumps für ein Stück Himmel“ geht es um den Spagat zwischen Familie, Job, Haushalt und Hobbys. Und natürlich auch ums Fliegen.

Kerstin Frei, Anfang 40, Mutter dreier aufgeweckter, zum Teil bereits pubertierender Kinder, berufstätig und immer etwas im Stress, ist glücklich. Eigentlich. Doch etwas fehlt ihr in ihrem Leben. Zu sehr hat sich die Routine in ihre Beziehung geschlichen. Ein Rundflug in einem Ultraleichtflugzeug wirbelt ihr Leben durcheinander: In der Luft fühlt sie sich frei. Sie setzt alles daran, einen Flugschein machen zu können – eine Entscheidung, die nicht nur ihre Beziehung auf die Probe stellt. Denn die Fliegerei weckt Erinnerungen an ihre Jugend, als sie für kurze Zeit in einem Segelflugverein aktiv war. Und an ihre erste große Liebe, die sie dort kennenlernte. Als sie dann auch noch unvermittelt auf ebendiese Jugendliebe trifft, muss sie sich entscheiden, was sie eigentlich will.

Doch bieten Probleme nicht auch immer eine Möglichkeit, an ihnen zu wachsen? Kerstin muss lernen, sich selbst und ihren Fähigkeiten zu vertrauen. Zum Glück hat sie ihre Freundinnen und Hanne – ihre immer gutgelaunte Lieblingsfluglehrerin.


Pressestimmen/Rezensionen

„… beschreibt den mit emotionalen Hindernissen gepflasterten Weg, den eine mitten im Leben stehende Frau geht, um sich ihren Traum vom Fliegen zu erfüllen. Der Roman macht Mut – nicht nur Frauen – diesen Weg zu beschreiten.“
22. August 2018, Buchbesprechung auf AEROBUZZ.DE

„Gelungene Unterhaltung, die Lust aufs Fliegen macht!“
17. März 2018, Rezension auf Amazon

Buchdaten

Maja Christ – Tausche Pumps für ein Stück Himmel

eBook

Preis: 5,49 €
ISBN 978-3-7427-4841-6

Taschenbuch

Preis: 12,90 €
ISBN 978-3-746704-60-9
312 Seiten
Print-on-demand, Lieferzeit ca. 8 bis 10 Werktage

Das Buch ist im Handel erhältlich, zum Beispiel über Neobooks (eBook), Epubli (Taschenbuch), Amazon, Thalia, Osiander oder natürlich über eure Buchhandlung vor Ort.

Termine für Lesungen, Büchertische, etc.


Hintergrundinfos zum Herunterladen

Leseprobe (PDF)

Hintergrundinfo zu „Tausche Pumps für ein Stück Himmel“ (PDF)


Leseprobe: Kerstins Schnupperflug

Endlich fand sich eine Gelegenheit zum Starten. Kerstin hatte die Hände auf dem Schoß liegen und die Füße gemütlich auf dem Boden abgestellt. Hanne rollte das Flugzeug auf die Startbahn und gab Gas. Ein Kribbeln schoss Kerstin durch den Körper. Und ehe sie sich versah, waren sie auch schon in der Luft. Das war überhaupt nicht vergleichbar mit den großen Passagiermaschinen. Bei denen dauerte das ewig und sie bangte immer, wann die endlich abhoben.

Kerstin schaute aus dem Fenster. Sie sah den Flugplatz, den Tower, in dem der Flugleiter saß, die anderen Flugzeuge am Boden, den Wald. Irgendwo winkten Martin und Jonas. Schnell wurde alles kleiner. „Wahnsinn!“, rief sie. „Ich hatte vergessen, wie toll das ist!“ Hanne lächelte.

Der Himmel war blau und die weißen Wolken bildeten einen unglaublichen Kontrast. „Verdammt, ich habe in der ganzen Aufregung meine Kamera vergessen“, fluchte Kerstin.

Hanne entgegnete: „Dann genießt du jetzt einfach in Ruhe den Flug. Wir machen einfach nachher noch ein Bild von dir mit der Mike-India. Willst du das Steuer übernehmen? Nimm auch die Füße in die Pedale.“

Kerstin setzte ihre Füße in die Pedale und umfasste mit der linken Hand den Steuerknüppel. Jetzt steuerte sie ganz alleine das Flugzeug. Als erstes sollte sie einfach geradeaus fliegen, dann einen Vollkreis nach rechts und anschließend nach links. Es war unglaublich. Kerstin schwebte im siebten Himmel.

Hanne korrigierte sie immer wieder etwas, lobte aber auch viel. „Das machst du prima. Merkt man gleich, dass du das schon mal gemacht hast. Weißt du noch, wo Erlangen sein müsste? Dann flieg da mal hin. Aber wir dürfen maximal 3500 Fuß hoch, wegen des kontrollierten Luftraums. Lass uns mal lieber bei 3000 Fuß bleiben. Also so um die 900 Meter. “

Kerstin schaute nach draußen. Da war die Autobahn, da der Wald. Dahinter war schon Erlangen, also musste sie nach rechts steuern.

„Super“, sagte Hanne. „Wann fängst du bei uns an?“

Kerstin antwortete: „Ähm, ich habe eigentlich nicht vor, jetzt einen Flugschein zu machen. Ich wüsste nicht, wann und von welchem Geld.“

Hanne nickte. „Je nach Lizenz kostet die Ausbildung zwischen 4000 für die Sportpilotenlizenz und 10000 Euro für den Motorflugschein. So wie ich dich einschätze, bräuchtest du nur die Minimalanforderung. Also, um diese Maschine hinterher fliegen zu dürfen, etwas mehr als 4000 Euro. Geschenkt ist das natürlich nicht. Aber es wäre wirklich schade, dieses Talent nicht auszubauen.“ Dann fügte sie lachend hinzu: „So, und jetzt guckst du mal wieder auf den Höhenmesser. 3000 Fuß hatte ich gesagt. Und wie viel hast du?“

Kerstin schaute auf die Anzeige. Sie war in den letzten Minuten stetig gestiegen. „Ups“, sagte sie. „Zu viel.“ Also drückte sie die Nase des Flugzeugs nach unten und versuchte, die Höhe zu reduzieren, bis Hanne zufrieden war.

„Da unten ist unser Vorort, ich sehe unser Haus!“, freute Kerstin sich. Hanne schaute auf die Uhr und sah auf ihre Luftfahrtkarte, die sie sich an einem Kniebrett am Bein festgeklemmt hatte. Dann fragte sie: „Noch ein Ziel? Oder einfach Fliegen?“

„Ach, einfach Fliegen ist genau richtig“, antwortete Kerstin. Also ließ Hanne sie entlang der Autobahn ein Stück Richtung Norden fliegen und ging einige Flugmanöver mit ihr durch.

Viel zu schnell sagte sie jedoch: „So, auch wenn es dir schwerfallen wird: Deine Männer warten. Wir machen uns mal auf den Rückweg. Weißt du noch, wo der Flugplatz ist?“

Kerstin seufzte: „Schade.“ Sie suchte die Landschaft ab. „Da hinten ist der Platz. Und jetzt?“

„Jetzt übernehme ich und du genießt die restlichen fünf Minuten bis zur Landung“, schlug Hanne vor und nahm Kurs Richtung Flugplatz. Kerstin beobachtete Hanne, wie sie den Flieger an den Boden brachte. Hanne setzte sanft auf der Piste auf, rollte Richtung Hangar und stellte den Motor ab. Nun war es wieder ganz still im Flugzeug. Kerstin atmete einmal tief ein und nahm das Headset vom Kopf.

„Na, wie hat es dir gefallen?“, fragte die Fluglehrerin. Sie sah Kerstin an und lachte: „Alles klar, du brauchst mir keine Antwort zu geben. Ich sehe es an deinem Lächeln!“

Tatsächlich strahlte Kerstin von einem Ohr zum anderen. Hanne hakte nach: „Na, dann suche dir doch mal die Ausbildungsunterlagen zusammen, oder? Wir haben noch ein bisschen Zeit und können uns über alles unterhalten.“

Kerstin seufzte: „Nee, das mit der Ausbildung wird jetzt leider nichts. Aber ich mache gerne irgendwann mal wieder einen Gastflug mit dir.“

Oder Leseprobe laden unter neobooks (epub).

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6 Kommentare zu „Roman: Tausche Pumps für ein Stück Himmel

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