Fliegerlatein

AERO Friedrichshafen: internationale, jährlich stattfindende Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt in Friedrichshafen am Bodensee

Alphabet, international: Alfa, Bravo, Charlie, Delta, Echo, Foxtrot, Golf, Hotel, India, Juliett, Kilo, Lima, Mike, November, Oscar, Papa, Quebec, Romeo, Sierra, Tango, Uniform, Victor, Whiskey, X-ray, Yankee, Zulu

Bordbuch: Für jedes Flugzeug gibt es ein Logbuch, in dem alle Flüge, Reparaturen usw. notiert werden. Es muss bei jedem Flug mitgeführt werden.

C42: doppelsitziges Ultraleichtflugzeug der Firma Comco Ikarus, das gerne in Flugschulen verwendet wird, weil es gutmütige Flugeigenschaften hat

CAVOK: Abk. für „ceiling/clouds and visibility ok“, gute Sichtflugbedingungen ohne wesentliche Einschränkung

Drehzahlmesser: dient der Überwachung der Drehzahl des Motors, um ihn im optimalen Betriebsbereich zu halten

FIS, Fluginformationsdienst: engl. Flight information service, gibt auf Anfrage im Flug Informationen und Hinweise für einen sicheren Flug, zum Beispiel kreuzende Flugzeuge

Flugbuch: Jeder Pilot ist verpflichtet, ein Flugbuch zu führen, in dem er unter anderem seine Flugzeiten und Landungen vermerkt, es muss bei jedem Flug mitgeführt werden.

Fluginformationsdienst: siehe →FIS

Flugleiter: sorgt auf unkontrollierten Flugplätzen im Auftrag des Flugplatzhalters für einen geordneten Flugbetrieb

Flugtauglichkeitszeugnis: Piloten müssen sich in regelmäßigen Abständen von einem Fliegerarzt untersuchen lassen und das ausgestellte Flugtauglichkeitszeugnis beim Fliegen mit sich führen.

Flugzeugschlepp: Segelflugzeuge können von einem Motorflugzeug in die Luft gezogen werden. Hat der Segelflugzeugpilot eine ausreichende Höhe erreicht, klinkt er das Schleppseil aus (kurz F-Schlepp; eine andere Möglichkeit ist der Schlepp mit der →Winde).

Fuß: In der Luftfahrt werden Höhen meist in Fuß angegeben: 100 Fuß = 30,48 Meter.

GAFOR: Abk. für engl. „General Aviation Forecast“, Flugwettervorhersage für die Allgemeine Luftfahrt, wird in Deutschland vom Deutschen Wetterdienst (DWD) bereitgestellt

Gyrokopter, Tragschrauber: Drehflügler, ähnelt einem Hubschrauber, allerdings wird der Rotor nicht durch ein Triebwerk, sondern passiv durch den Fahrtwind in Drehung versetzt, der Vortrieb erfolgt mittels Propellertriebwerk

Horten: Bezeichnung für Nurflügel-Flugzeuge, benannt nach den Brüdern Raimar und Walter Horten

Hortenmicrolight: siehe →Schneewittchen

ICAO: Internationale Zivilluftfahrtorganisation (International Civil Aviation Organization)

IFR: Abk. für →Instrumentenflugregeln

Info: Rufzeichen für den →Flugleiter an unkontrollierten Flugplätzen

Instrumentenflug (IFR): Fliegen nach Instrumenten („blind“) ohne visuelle Anhaltspunkte mit Unterstützung von Fluglotsen (das Gegenstück ist der →Sichtflug)

Knoten: in der Luftfahrt für die Angabe der Windgeschwindigkeit verwendet: 1 Knoten = 1 →Seemeile/Stunde

Kontrollierter Flugplatz/Luftraum: Vor allem in Bereichen mit hohem Verkehrsaufkommen von Instrumentenflug-Flugverkehr kontrollieren Fluglotsen den Luftraum. Flüge in diesen Bereichen sind nur mit ihrer Genehmigung erlaubt.

LAPL: in Europa gültiger Pilotenschein für Leichtflugzeuge(englisch: light aircraft pilot licence); LAPL(A): motorisierte Leichtflugzeuge bis zwei Tonnen Höchstabfluggewicht und maximal drei Passagieren , LAPL(S) für Segelflugzeuge

Lepo: Fahrzeug auf dem Segelflugplatz, mit dem unter anderem die Seile von der →Winde zum Segelflugstart gezogen werden

Medical: siehe →Flugtauglichkeitszeugnis

MSL: Abk. für engl. mean sea level, Höhe über dem Meeresspiegel

nautische Meile: siehe →Seemeile

Platzrunde: standardisiertes An- und Abflugverfahren für Flüge an einem Flugplatz, bestehend aus Abflug, Querabflug, Gegenanflug, Queranflug und Endanflug

Piste: Lande- und Startbahn; Piste 09 bedeutet, dass die Start- und Landerichtung ca. Richtung 90° geht, also nach Osten (Piste 27 ist entsprechend gen 270°, also Westen)

PPL: Luftfahrerschein für Privatluftfahrzeugführer (englisch: private pilote lizence), PPL(A) berechtigt zum (nichtgewerblichen) Fliegen von motorisierten Flugzeugen bis 2000 Kilogramm auch im nichteuropäischen Ausland; PPL(B) für Motorsegler; PPL(C) für den Segelflug

QDM: Peilung von einem Luftfahrzeug zu einem Bodensender, dient zur Funknavigation; erhält man von einem Flugplatz ein QDM von 340°, muss man diesen Kurs fliegen, um zum Flugplatz zu gelangen – vorausgesetzt, der Wind ist vernachlässigbar. Die umgekehrte Peilung vom Bodensender zum Flugzeug heißt QDR

QFF: anhand der tatsächlichen aktuellen meteorologischen Druckverteilung berechneter Druck auf Meereshöhe

QNH: virtueller, ortsabhängiger Druck, der an einem entsprechend geeichten Höhenmesser die Höhe über dem Meeresspiegel (→MSL) anzeigt. Für Start und Landung stellt man den Höhenmesser auf QNH. Damit Flugzeuge im Reiseflug die gleiche Höhenmessereinstellung haben, wird die Anzeige oberhalb einer bestimmten Flughöhe auf Standarddruck umgestellt.

Schneewittchen: privates Nurflügel-Projekt nach einem Entwurf von Andrés Chavarría, das als Elektromotorsegler in der 120-kg-Klasse geplant ist und gerade in unserer Garage entsteht

Seemeile, nautische Meile: In der Luftfahrt werden horizontale Distanzen in der Regel in Seemeilen (nautischen Meilen) angegeben: 1 Seemeile = 1,852 Kilometer.

Sichtflug (VFR): Fliegen nach Sichtflugregeln (das Gegenstück ist der →Instrumentenflug)

Slip: Seitengleitflug, bei dem das Flugzeug absichtlich quer zur Luftströmung gebracht wird, um schnell Höhe abzubauen

SPL: Abk. für (1) →Sportpilotenlizenz und (2) Segelfluglizenz

Sportpilotenlizenz: Lizenz, die zum Fliegen ein- oder zweisitziger Ultraleichtflugzeuge berechtigt; andere Motorflug-Lizenzen sind zum Beispiel →LAPL(A) oder →PPL(A)

Squawk: siehe →Transponder

Tower: Kontrollturm auf dem Flugplatz, auf dem auf unkontrollierten Plätzen der →Flugleiter sitzt, auf →kontrollierten Plätzen auch Fluglotsen

Tragschrauber: siehe →Gyrokopter

Transponder (Flugfunktransponder): Funk-Kommunikationsgerät; dient zur Identifizierung von Flugzeugen über einen vierstelligen Transpondercode („Squawk“)

Trimmung: Damit der Pilot zum Beibehalten einer Fluglage keine Steuerkräfte aufwenden muss, kann er das Flugzeug je nach Bedarf im Flug „austrimmen“, entweder wird die Lage des gesamten Höhenruders oder eine Klappe am Höhenruder verstellt.

Ultraleichtflugzeug: Abk.: UL, einsitzige Ultraleichtflugzeuge haben ein Höchstabfluggewicht (MTOW) von 300 kg, Zweisitzer von 450 kg, jeweils plus Rettungsgerät. Seit Kurzem dürfen ultraleichte Dreiachser, Helikopter und Tragschrauber in Europa mit 600 kg MTOW starten, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen.

Vario(meter): gibt das Steigen und Sinken pro Zeit an, z.B. in Metern pro Sekunde

Vergaser-Vereisung: Eis-Ablagerungen im Ansaugkanal des Vergasers, die beim Durchfliegen feuchter Luftschichten in einem bestimmten Temperaturbereich entstehen und zu Leistungsabfall führen können; werden nicht rechtzeitig Maßnahmen zum Erwärmen des Vergaser ergriffen, kann das Triebwerk ausfallen

VFR: Abk. für →Sichtflugregeln

Winde: Segelflugzeuge können mit einem langen, an einer Seilwinde befestigten Seil in die Luft gezogen werden (Windenschlepp; eine andere Möglichkeit ist der →Flugzeugschlepp).


Ein schönes, ausführliches und lustiges Fliegersprache-Wörterbuch gibt es übrigens im Wiktionary. Da findet man dann auch Erklärungen für „aeropussieren“, „Kackstuhl“ oder „Kängurugas“.

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