Rezension: Lena Down Under

Lena wird flügge – der dritte Teil der „Lena fliegt sich frei“-Reihe entführt seine Leser nach Australien. Ich habe das Buch gerade gelesen und konnte es nicht weglegen.

Ein gelungener Abschluss der Lena-Reihe für junge und junggebliebene Leser.

Judith Spörl: „Lena Down Under“

Lena Down Under © Judith Spörl
Lena Down Under © Judith Spörl

Lena Reisenberg ist inzwischen 17 Jahre alt und verbringt am liebsten immer noch jede freie Minute auf dem Segelflugplatz – auf Kosten ihrer Schulleistungen. Als ihr alter Segelfluglehrer Piet organisiert, dass Lena zusammen mit zwei weiteren Piloten aus ihrem Verein an einem Austauschprogramm für junge Piloten mitmachen kann, ist Lena sofort Feuer und Flamme. Doch ihre Mutter erlaubt die Reise nicht – erst ist die Schule dran. Bis sich die Noten bessern? So lange kann Lena nicht mit Anmeldung und Visumsantrag warten. Sie begeht eine Dummheit und muss um das Vertrauen ihrer Familie kämpfen. Aber auch für ihren Lehrer Piet – das Urgestein des Flugplatzes, ohne den der Moorbacher Segelflug nicht das wäre, was er ist.

Als ob das nicht schon genug wäre, ist ihre Gastschwester Olivia ziemlich verkorkst und abweisend. Und zu allem Überfluss spielt Lenas Herz verrückt. Schlägt es noch für ihren Exfreund Philipp? Für Jonas mit den süßen grünen Augen? Oder für Jim, den toughen australischen Buschpiloten?

Nach „Lena startet durch“ und „Lena fliegt sich frei“ ist „Lena down under“ der dritte Band und eine gelungene Fortsetzung der Reihe. Auch diesmal geht es viel um Freundschaft und Vertrauen, um Teamgeist und Verantwortung. Um die Schwierigkeiten, die mit dem Erwachsenwerden verbunden sind. Um das Besondere des (Segel)Fliegens. Aber auch um die Schwierigkeiten, mit denen Segelflugvereine seit Langem kämpfen: sich gegen die Motorflieger zu behaupten und Nachwuchs zu finden, der auch nach dem Abi im Verein bleibt.

All das beschreibt Judith Spörl wieder einmal treffend. Ich habe mich an vielen Stellen zurückversetzen können in mein eigenes 17-jähriges Ich und die Zeit des Flügge-Werdens zwischen Segelflugplatz, großer Liebe und Ende der Schulzeit. Wie bereits bei Teil 1 und 2 konnte ich das Buch erst weglegen, als ich es fertig gelesen hatte und damit stehe ich sicher nicht alleine da.

Das Buch wird – wie man es inzwischen von der Autorin und ihrem Team kennt – mit liebevoll erstellten und detailgetreuen Zeichnungen begleitet. Und natürlich gibt es am Ende des Buches ein ausführliches Glossar mit allen wichtigen Begriffen rund um die Fliegerei, so dass man jederzeit nachschlagen kann, wenn man einen Begriff nicht kennt oder genauer wissen möchte, was dahinter steckt.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Bücher mit dazu beitragen, mehr (jungen oder junggebliebenen) Menschen den Weg auf den Flugplatz zu zeigen – Mädchen wie Jungen. Denn die Erfahrungen, die man in einem Segelflugverein gewinnt, vom Fliegenlernen über Verantwortungsbewusstsein, tiefen Freundschaften bis hin zum Lernen, mit Konfliktsituationen umzugehen – das kann einem niemand mehr nehmen.

Judith Spörl. Lena down under.
Mit Illustrationen von Doreen Goedhart und Kim Turlach.

280 Seiten. Tredition GmbH, Hamburg. 2020.
Taschenbuch: 14,99 EUR. ISBN: 978-374829-081-0.
E-Book: 5,99 EUR. ISBN: 978-3-7482-9083-4.
Gebundene Ausgabe: 21,99 EUR. ISBN: 978-374829-082-7.

Mehr Infos: www.jubooks.de

2 Kommentare zu „Rezension: Lena Down Under

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