Farbenspiel für die Sinne: Schottland im Herbst

Schottland hat viel zu bieten. Auch wenn man nicht viel Zeit hat, kann man eine Menge sehen. Und im Herbst sind die Farben der Highlands besonders schön – wenn es nicht regnet.

Wir hatten nur eine Woche Urlaub und den wollten wir genießen – und dabei viel entdecken. Wir haben tatsächlich viel gesehen, daher gibt es diesmal vor allem Bilder und weniger Text. 🙂

Gerade haben wir Besuch von meinen Schwiegereltern und möchten in den Herbstferien gemeinsam mit ihnen nach Schottland fahren. Damit wir flexibel sind und viel sehen können, werden wir mit dem eigenen Auto fahren.

Mit der Fähre soll es zunächst nach Newcastle upon Tyne gehen, dann weiter über Loch Ness (da möchten die Kinder unbedingt hin) zur Isle of Skye (da möchten wir Eltern unbedingt hin), zurück über den Loch Lomond, Culross und Edinburgh (da möchten die Großeltern unbedingt hin). Es ist ein straffes Programm, das wir uns vorgenommen haben.

Route durch Schottland
Unsere Route durch Schottland

Ich buche relativ kurzfristig die Fähre von IJmuiden bei Amsterdam nach Newcastle upon Tyne und bekomme gerade noch zwei Kabinen für die Rückfahrt. Eine direkte Fährverbindung nach Schottland gibt es anscheinend nicht mehr, aber von Newcastle bis Edinburgh ist es nicht weit. Auf der Hinfahrt werden wir mit der Princess Seaways unterwegs sein, zurück geht es mit King Seaways von DFDS.

Außerdem mache ich vorab all unsere Unterkünfte in Schottland klar: in Pitlochry, Broadford auf der Isle of Skye, Arrochar und Edinburgh.

Tag 1: Mit der Fähre nach Großbritannien

Google Maps schätzt die Fahrt bis zum Hafen mit fünfeinhalb bis siebeneinhalb Stunden. Unser Bulli ist vollbepackt mit warmer Kleidung, Campingstühlen, Kocher und Espressokanne, als wir uns am Samstagmorgen gegen 6 Uhr in der Früh auf den Weg nach IJmuiden in den Niederlanden machen.

Es ist das erste Mal, dass ich mit einer Fähre weiter fahren werde als von Norddeich nach Juist und ich bin gespannt, wie es wird.

Ablegen in IJmuiden © Maja Christ
Abfahrt in IJmuiden am Abend – gute 16 Stunden wird die Überfahrt dauern

Meer bei IJmuiden © Maja ChristWir genießen die Abfahrt und sind bald auf dem offenen Meer. Die See wird rauer, man muss sich beim Laufen am Geländer festhalten. Den Abend überstehe ich dank Reisetabletten noch gut. Unsere Viererkabine unter Deck ist zwar etwas beengt und man kann auf der Toilette sitzend duschen, aber die Etagenbetten sind bequem. Es geht rauf und runter mit den Wellen und „dank“ der Uhrzeitumstellung ist die Fähre auch noch eine Stunde länger als sonst unterwegs.

Mein Großvater war Seefahrer. Kapitän auf einem Fischtrawler. Ihm hat das Geschaukel auf den Wellen nichts ausgemacht. Aber diese Eigenschaft hat er mir wohl nicht vererbt: Am nächsten Morgen rebelliert mein Magen und ich bin froh, als wir von der Fähre rollen können.

Tag 2: Von Newcastle upon Tyne nach Pitlochry und die Trosscachs

Von der Fähre runter geht es erst einmal durch die Grenzkontrolle. Unser Stapel Pässe hat mehrere Farben und noch mehr Nationalitäten aufzuwarten und wir werden genauestens überprüft. Doch dann sind wir auch schon auf der Straße. Es ist das erste Mal, dass wir links fahren werden.

Den ersten Abschnitt übernimmt mein Mann. Das Auffahren auf die Schnellstraßen ist nicht ganz einfach – die Auffahrten sind kurz und der Schulterblick nach rechts hinten relativ abenteuerlich. Auch die mehrspurigen Kreisel auf  den Schnellstraßen sind gewöhnungsbedürftig. Aber das Fahren klappt viel besser, als ich befürchtet hatte. Irgendwann haben wir die vielen gesperrten Straßenabschnitte hinter uns gelassen und können langsam die Aussichten genießen.

Seitenstraße bei Newcastle upon Tyne © Maja Christ
An den Linksverkehr müssen wir uns anfangs anfangs noch etwas gewöhnen.

Die erste Stadt in Schottland auf unserer Route: Coldstream

Den ersten Stopp machen wir in Coldstream. Wir müssen ein paar Pfund abheben und dringend etwas essen. Am Vortag haben wir vor allem gepicknickt und jetzt haben alle Lust auf ein „ordentliches“ Essen. Das bekommen wir im „Newcastle Arms“ – von Steak Pie über Fish & Chips, Mac’n cheese (Macaroni mit Käse – natürlich inklusive Pommes) und Ofenkartoffeln ist für jeden etwas Leckeres dabei.

Beim Laufen schwankt immer noch der Boden – Nachwehen von der Fährfahrt.

Pitlochry und Blair Athol Distillery

Glücklich und satt geht es weiter. Heute wollen wir noch in die Whisky-Destillerie „Blair Athol“ in Pitlochry besuchen. Für die letzte Führung des Tages kommen wir genau fünf Minuten zu spät. Doch Shop und Bar sind ebenfalls schön und wir probieren den ersten schottischen Whisky unserer Reise.

 

Unser Ziel für die Nacht ist der Red Brolly Inn in Ballinluig, nur wenige Kilometer von Pitlochry entfernt. Der Inn ist gemütlich, das Essen in Ordnung – nur die Menge an Pfeffer in der Pilzsuppe sehr gewöhnungsbedürftig.

Tag 3: Über den Loch Ness Richtung Isle of Skye

Spinnennetz mit Raureif © Maja Christ
Gefrorenes Spinnennetz

Bevor wir Richtung Inverness weiterfahren, statten wir der Fischtreppe in Pitlochry einen Besuch ab. Der Fluss Tummel ist hier aufgestaut und eigens für die Lachse wurde eine „Treppe“ angelegt.

An diesem kalten, nebligen Morgen Ende Oktober treffen wir zwar keine Lachse, aber der Blick vom Damm aus ist herrlich. Und auch die mit Raureif bedeckten Spinnennetze so kurz vor Halloween sehen fantastisch aus.

Aufgestauter Tummel bei Pitlochry © Maja Christ
Aufgestauter Tummel bei Pitlochry
Tummel bei Pitlochry © Maja Christ
Das Tal im Nebel

Die Fahrt führt uns vorbei am Blair Athol Castle entlang des Cairngorms National Parks. Wir haben unglaubliches Glück mit dem Wetter. Die Herbstfarben machen die Sichten über die Berge und Täler beeindruckend und wir kommen aus dem Staunen gar nicht heraus. Ich versuche, all diese Farben in mich aufzunehmen.

© Maja Christ
Herbstfarben, Cairngorms National Park
Schafe weiden © Maja Christ
Wo man auch hinsieht in Schottland, gibt es Schafe

Hauptstadt der Highlands: Inverness

Mittags erreichen wir Inverness, die nördlichste „City“ des UK und Verwaltungssitz der Highlands. Zeit für einen Spaziergang durch das Städtchen, entlang des River Ness.

Inverness Castle © Maja Christ
Inverness Castle

Inverness am River Ness © Maja Christ

Inverness am River Ness © Maja Christ
Inverness am River Ness

In einem Supermarkt füllen wir unsere Picknickvorräte für die nächsten Tage auf. Weiter geht es den Loch Ness entlang.

Loch Ness und die Highlands

Loch Ness © Maja Christ
Loch Ness, ganz ohne Nessie und ohne Nebel
Loch Ness © Maja Christ
Ein perfekter Platz für ein Picknick am Loch Ness

So ganz ohne Nebel hält Nessie sich selbstverständlich gut versteckt. Wir sparen uns einen Besuch des Nessie Visitor Centers in Drumnadrochit – dem Zentrum des Nessie-Tourismus – und fahren direkt weiter zur Ruine des Urquhart Castle.

Urquhart Castle am Loch Ness © Maja Christ
Die Ruine des Urquhart Castle

Urquhart Castle wurde mehrmals gebrandschatzt und wieder aufgebaut (und gebrandschatzt und wieder aufgebaut, wie ich unserem Reiseführer entnehme), bis es um 1600 endgültig seinem Schicksal überlassen wurde.

Wir nutzen das tolle Wetter für ein ausgiebiges Picknick am Loch Ness – fernab der Touristen. Es ist herrlich. Allerdings haben wir einen Parkplatz kurz nach einer Baustelle ausgesucht und den Picknicktisch direkt neben einer abgestellten Planierraupe aufgebaut. Das Gesicht des Bauarbeiters, der mit seinem Lastwagen die Planierraupe abholen will, ist Gold wert. Schnell räumen wir alles wieder ins Auto, um ihm Platz zu machen.

Über Fort Augustus und Invergarry geht es weiter über die A87. Dem Loch Ness folgen Loch Oich und Loch Garry.

Zwischen Glengarry und Glenmoriston hat man eine tolle Aussicht auf den Loch Garry und die Berge.

Glengarry Viewpoint © Maja Christ
Eine tolle Aussicht vom Glengarry Viewpoint

Glengarry Viewpoint © Maja Christ

© Maja Christ

Viele weitere Lochs bezaubern uns. Vorbei an Loch Loyne und Loch Cluanie, Loch Duich und Loch Alsh geht es über eine Brücke zwischen Kyle of Lochalsh und Kyleakin auf die Isle of Skye. In Broadford werden wir zwei Nächte bleiben. Das kleine Städtchen eignet sich gut als Basis für die Erkundung der Insel.

Tag 4: Isle of Skye (Insel des Nebels)

Die Isle of Skye bietet uns glücklicherweise zunächst keinen Nebel, sondern weiterhin fantastischen Sonnenschein. Wir erreichen unser Hotel am frühen Abend. Dinner gibt’s für uns an diesem Abend im Claymore Restaurant mit Meeresfrüchten und Fisch in allen Variationen.

Isle of Syke © Maja Christ
Dass dieses Boot durchgehend (tags wie nachts) piepst, stört uns zum Glück nur nur wenig
Broadford Bay © Maja Christ
Broadford Bay, Isle of Skye – ohne Nebel

Am nächsten Morgen machen wir uns nach einem „Full Scottish Breakfast“ früh auf den Weg Richtung Norden zur Halbinsel Trotternish. Der Weg führt uns immer mal wieder an der Küste entlang, durch Portree, vorbei am „Old Man of Storr“, einer rund 50 Meter hohen Felsnadel, die fast an einen Hinkelstein erinnert.

The Old Man of Storr auf Trotternish, Isle of Skye © Maja Christ
The Old Man of Storr auf Trotternish, Isle of Skye

Viele wandern hier hoch. Wir machen unseren ersten Halt jedoch an den Lealt Falls.

Lealt Falls Viewpoint © Maja Christ
Lealt Falls Viewpoint
Lealt Falls © Maja Christ
Lealt Falls

In Staffin biegen wir auf eine kleine Passstraße, die zu einem Wanderparkplatz am  Quiraing führt.

Quiraing © Maja Christ
Quiraing – tolle Aussicht
Wandern am Quiraing © Maja Christ
Wandern am Quiraing

Wir beschließen, ein wenig zu wandern, finden von unserem Parkplatz aus jedoch nicht gleich den Zugang zum eigentlichen Weg. Stimmt, da war doch was: „Nie ohne Gummistiefel nach Schottland“. Der Untergrund ist weich und nass und nach kurzer Zeit haben unsere Kinder vollkommen durchnässte Schuhe.

Quiraing © Maja Christ
Ausblick am Quiraing

Wir beschließen – vor allem aufgrund des Gemurres unserer fussnassen Kinder – die Wanderung abzukürzen und dafür umso gemütlicher direkt am Parkplatz (im weichen, moorigen Gras) ein Picknick zu machen. Mit unserem frisch gekochten Espresso (unsere Kanne ist natürlich dabei) und Tee, Brot, Käse und etwas Gemüse und Salat ernten wir einige neidische Blicke.

Armadale

Für den Abend haben wir noch einen Abstecher zum Süden der Insel – nach Armadale – geplant. Es dämmert schon langsam, als wir uns das Armadale Castle ansehen.

Armadale Castle © Maja Christ
Armadale Castle ist nur noch eine Ruine – mit einem wunderschönen Park und einem tollen Blick auf die Bucht.

Ich decke mich mit handgesponnener Wolle in den Herbstfarben der Insel ein – für eine Mütze und ein paar Handschuhe für den kommenden Winter sollte es reichen. So habe ich noch etwas länger etwas von den Farben.

Aus der Idee, am nächsten Morgen mit der Fähre von Armadale nach Mallaig zu fahren, um von dort direkt über Glenfinnan zum Loch Lomond weiterzufahren, wird nichts. Die kleine Fähre ist ausgebucht. Also wird uns der Rückweg wieder über die Brücke führen.

Tag 5: über Glenfinnan zum Loch Lomond

Am nächsten Morgen erwartet mich eine böse Überraschung. Ich habe einige Stiche, die ordentlich jucken. Wir haben schon gehört, dass es zumindest im Sommer in Schottland fiese Mücken gibt – Midges. Aber jetzt, Ende Oktober? Und es sind tatsächlich keine Mücken In meinem Bett im Hotel sind Bettwanzen!!

Ich hasse diese Viecher – vor 15 Jahren hatte ich in den USA in einem Studentenwohnheim mal eine sehr unangenehme Begegnung mit „bed bugs“ und weiß, dass ich leicht allergisch und stark aggressiv auf sie reagiere. Dem Hotelmanager ist es sichtlich unangenehm, als ich ihm eine tote Wanze aus meinem Bett und die ersten aufgekratzten Bisse zeige. Glücklicherweise habe ich eine Tube mit einem Antiallergikum in meiner Reiseapotheke, die ich in den kommenden Tagen leeren werde.

Eilean Donan Castle © Maja Christ
Eilean Donan Castle bei Kyle of Lochalsh im Regen: Die Burg dient oft als Kulisse für Filme.

Nach dem Frühstück verlassen wir das Hotel und fahren von der Insel runter. Dieser Tag wird der erste richtige Regentag. Es regnet und regnet. Trotzdem – und trotz der juckenden Bisse (Es sind um die 35!) – kann ich die Fahrt meist weiter genießen.

Loch in Schottland © Maja Christ
Ein weiterer Loch

© Maja Christ

Ben Nevis

Gegen Mittag erreichen wir in einer kurzen Regenpause das „Commando Memorial“ – mit Blick auf einen fast nicht im Nebel verschwunden Ben Nevis.

Ben Nevis im HIntergrund © Maja Christ
Ben Nevis im Hintergrund vom Commando Memorial aus gesehen

Glenfinnan

An unserem nächsten Ziel kommen wir im strömenden Regen an: Glenfinnan Viaduct, das nicht nur für den Hogwarts Express bei Harry Potter als Kulisse diente.

Glenfinnan Viaduct © Maja Christ
Glenfinnan Viaduct – die Dampflok verkehrt nur bis Ende Oktober
Loch Shiel © Maja Christ
Loch Shiel, Glenfinnan
Glenfinnan © Maja Christ
Glenfinnan

Espresso und Tee kochen wir diesmal im Auto. So ein Mulitvan hat wirklich Vorteile. Während wir meine Schwiegereltern kurz ins Visitor Centre zwangsauslagern, bauen wir den Tisch im Wagen auf und kümmern uns um ein ordentliches Picknick. Als sie zurückkommen, duften bereits die heißen Getränke und wir können uns einigermaßen trocken an unserem Mittagessen im Auto erfreuen.

Arrochar am Loch Long

Am Abend, als wir unsere Unterkunft in Arrochar am Loch Long (direkt neben dem Loch Lomond) erreichen, wird das Wetter langsam besser. Es ist Halloween und so ist auch die Deko im Village Inn – unserer Absteige für die Nacht.

Eine tolle Location! Auch im Sommer muss es schön hier sein. Wir haben ein Zimmer etwas versteckt im Untergeschoss und eines im Außengelände. Auch das Essen ist lecker. Sehr empfehlenswert – auch wenn unser Zimmer nach nassem Hund riecht.

The Village Inn in Arrochar am Loch Long © Maja Christ
The Village Inn in Arrochar am Loch Long
 Bar im Village Inn © Maja Christ
Bar in Village Inn
Loch Long © Maja Christ
Loch Long bei Arrochar
If ye can see the Cobbler ...
If ye can see the Cobbler …

Tag 6: über Stirling und Culross nach Edinburgh

Nachdem ich mich in einer Apotheke in Balloch am Loch Lomond mit neuen Antihistaminika gegen den Juckreiz eingedeckt habe, fahren wir über Stirling nach Culross.

Culross

Die kleine Stadt am „Firth of Forth“ wartet mit einem historischen Stadtkern auf. Ein Spaziergang durch die Gassen zum „Hanging Garden“ oder zur Abbey lohnen sich allemal.

Pier in Culross © Maja Christ
Pier in Culross
Culross © Maja Christ
Culross Abbey vom Pier aus gesehen

 

Culross © Maja Christ
Durch die Gässchen des Städtchens
Culross, The Admiral Cafe © Maja Christ
The Admiral Cafe in Culross
Einhorn am Mercat Cross
Einhorn am Mercat Cross

Nachdem wir einen längeren Spaziergang durch die Gassen gemacht haben, merken wir, wie hungrig wir sind. Eine Mittagspause legen wir in „The Admiral Cafe“ am Mercat Cross ein – einem gemütlichen Café, das Sandwiches, Suppen oder Kuchen bietet.

Weiter geht die Reise nach Edinburgh. Meine Kolleginnen haben bereits viel Werbung für die Stadt gemacht („die schönste Stadt, in der ich je war“). Wir nehmen eine Route über die M90 und damit über die „Queensferry Crossing“.

Edinburgh

Schön ist sie, die schottische Hauptstadt. Aber nach einer Woche in Highland & Co. auch sehr voll. Schnell checken wir in unserm Guesthouse ein und machen uns zu Fuß auf den Weg zur „Royal Mile“.

Edinburgh am Abend © Maja Christ
Edinburgh am Abend
Edinburgh Royal Mile © Maja Christ
Royal Mile am Abend

Royal Mile © Maja ChristWir schlendern durch die Royal Mile Richtung Edinburgh Castle, vorbei an diversen „closes“, den typischen kleinen Gässchen. Irgendwie erwarte ich jeden Moment, dass ein Zauberer aus „Harry Potter“ in einer dieser Gässchen verschwindet – aber nichts dergleichen passiert. Stattdessen sind viel zu viele Touristen unterwegs.

Das Edinburgh Castle schließt leider gerade, als wir am Vorhof ankommen.

Tag 7: von Edinburgh zurück nach Newcastle upon Tyne

Unser letzter Tag in Schottland bricht an. Wir wollen eine Wanderung auf den Arthur’s Seat machen, den „Hausberg“ der Stadt. Etwa 250 m erhebt er sich und bietet einen fantastischen Ausblick über die Stadt. Der Aufstieg nimmt einige Zeit in Anspruch und oben auf dem „Seat“ ist es extrem windig. Aber Dank des tollen Wetters und noch nicht kompletter Überfüllung an diesem Morgen ist es die Strapazen wert, hier herauf zu kommen.

Arthur's Seat © Maja Christ
Vom Arthur’s Seat hat man eine tolle Aussicht über die Stadt
Edinburgh Castle © Maja Christ
Ein Blick aufs Edinburgh Castle vom Arthur’s Seat aus

Als wir wieder herunterwandern, kommen uns bereits Herrscharen an Touris entgegen und wir sind froh, so früh hier gewesen zu sein.

Eine letzte Tour durch die Stadt, dann geht es zur Fähre. Bis Newcastle sind es gut zweieinhalb Stunden und unsere Fähre dürfen wir unter keinen Umständen verpassen.

Edinburgh © Maja Christ

 

Schade, dass unsere Reise bald vorbei sein wird. Eine Woche ist kurz für so ein tolles Land.

Schottland © Maja Christ

Faehre-DFDSPünktlich erreichen wir den Hafen und können, nachdem man unser Auto kurz gefilzt und über die Unterschiede von Taschen- und Küchenmessern aufgeklärt hat (Nein, wir nehmen nichts Gefährliches mit in die Kabine.), auf unsere Fähre fahren.

Die King Seaways ist auf jeden Fall deutlich moderner als die Princess. Und weil Freitag ist, voll mit jungen Menschen, die übers Wochenende in die Niederlande fahren wollen.

Wir schlemmen am Buffet, gehen noch etwas in die Bar und freuen uns, dass die See sehr viel ruhiger ist als eine Woche zuvor. Yeah, mir wird diesmal gar nicht schlecht! Wir haben diesmal eine Außenkabine auf Deck 10 und können somit sogar aus dem Fenster schauen.

Party auf der Fähre © Maja Christ
Unsere Jungs in der Disko – eine Seltenheit! Sie sind zumindest auf der Tanzfläche, solange niemand sonst im Raum ist

Tag 8: Rückfahrt von IJmuiden nach Ba-Wü

© Maja Christ

Moselaussichtspunkt im NebelIch schlafe einigermaßen gut, bin aber auf dem letzten Stück der Rückfahrt dennoch geschafft, sodass mein Mann die meiste Strecke fahren muss. Nach mehreren Tagen macht mein Medikament mich nämlich doch ziemlich müde.

Einen letzten Stopp legen wir am Mosel-Aussichtspunkt an der A61 ein – die genauso im Nebel liegt wie die Highlands wenige Tage zuvor.

Mein Fazit

Für eine knappe Woche haben wir sehr viel gesehen. Und die Farben der Highlands werde ich so schnell nicht vergessen. Schottland – wir werden wieder kommen. Irgendwann. Mit mehr Zeit und größeren Wanderabsichten. Was sollen wir uns dann noch unbedingt ansehen? Ich freue mich über Tipps.

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