Feuerstein – Nachlese erste Lesung

Knapp zehn Tage ist es bereits her, dass ich meine erste Lesung in der Fränkischen Schweiz hatte. Es war ein schöner, gemütlicher Abend – ich hoffe, nicht nur für mich. Danke an alle Beteiligten – vor allem an Alexandra, Chris und Michael für die Organisation und die Unterstützung. Hier nun meine Geschichte zur Lesung, denn

wenn einer eine Lesung tut, dann kann er was erzählen

Lesung-EDQE-MajaChrist.pngAls Alexandra Hahn mich vor einigen Wochen fragte, ob wir am Flugplatz Burg Feuerstein eine Lesung aus „Tausche Pumps für ein Stück Himmel“ organisieren wollen, musste ich nicht zweimal nachdenken. Welcher Ort bietet sich für die erste Lesung besser an, als die Fränkische Fliegerschule? Da wir im August sowieso Urlaub in der Fränkischen Schweiz machen wollen, lässt sich das prima miteinander verbinden.

Anfang August – einen Tag vor der Lesung – machen wir uns mit einem vollgepackten Auto auf ins Trubachtal – mit zwei Zelten und einem Haufen Camping- und Klettergerödel. Meine Neffen sind gerade zu Besuch, sodass wir zu sechst unterwegs sind. Unser Ziel ist der Campingplatz am Gasthof Eichler. Hier zelten wir seit fast 15 Jahren regelmäßig. Und weil es dort so schön ist, macht meine Protagonistin Kerstin aus meinem Roman das auch.

Das erste, was ich von der Fränkischen Schweiz wahrnehme, als wir die Autobahn verlassen und durch Spies fahren, ist ein kleines Sportflugzeug, das gerade über die „Hohe Reute“ fliegt. Was für ein Zufall. Leider ist er schon fast wieder weg, als ich endlich meine Kamera griffbereit habe

Hohe Reute, Spies © Maja Christ
Ein Sportflieger über der „Hohen Reute“
© Maja Christ
Das lief ja wie geschmiert …

Wir waren ein paar Jahre nicht mehr bei Martha am Zeltplatz, aber sie erkennt uns sofort. Es hat sich fast nichts verändert – als wären wir gerade erst vor Kurzem hier gewesen.

Nachdem wir unser Zelt in der Nähe des Baches aufgebaut haben, meine Neffen den ersten schmerzlichen Kontakt mit den Brennnesseln am Ufer gemacht haben und ich eine Rutschpartie auf dem Po in das eiskalte Bachwasser hinter mir habe, mache ich – in frischen Klamotten – noch einen kurzen Abstecher nach Ebermannstadt, um mich mit Alexandra am Flugplatz zu treffen und letzte Details für den morgigen Abend zu besprechen. Auch mit Chris vom Flugplatzrestaurant „Take Off“ müssen wir noch abklären, wo und wie  alles ablaufen soll.

Die Abendstimmung am Flugplatz ist herrlich entspannend. Allerdings ist es derzeit tagsüber so heiß, dass wir nicht sicher sind, ob wir die Lesung tatsächlich auf der Terrasse abhalten sollen. Der Blick ins Tal ins zwar sehr schön, aber dafür knallt die Sonne bis in die frühen Abendstunden unbarmherzig herunter. Nach einigem Hin und Her bleiben wir bei der Terrasse als bestem Ort.

Schild

Zur Lesung am Freitag kommt dann auch mein Mann mit unseren Kindern und Neffen mit. Er hat den Abend über alle Hände voll zu tun, die vier Kinder bei Laune und mir den Rücken frei zu halten. Danke dafür an meinen Schatz!

Sogar mein Vater fliegt extra mit seinem ULF-2 an. Als ich damals Anfang der 1990er hier am Feuerstein geschult habe, hat er einen Streckenfluglehrgang gemacht. Die ganze Familie war damals mit dem Wohnmobil dabei.

Ein paar letzte Vorbereitungen, dann kommen schon die ersten Zuhörer. Es werden nicht sehr viele an diesem immer noch sehr heißen Sommerabend, aber es ist sehr gemütlich. Weil der Abend so schön ist, ist lange Flugbetrieb und immer wieder kommt ein Flieger zu Landung. Bald gesellt sich auch noch eine Pilotin vom Feuerstein dazu. Sie erzählt mir in der Pause, dass sie bereits seit 60 Jahren fliegt. Hut ab! Das schaffe ich nicht mehr.

Lesung am Flugplatz Burg Feuerstein © Christ/Chavarría
Lesung in gemütlicher Runde auf der Terrasse des Flugplatzrestaurants „Take Off“ am Flugplatz Burg Feuerstein

Ich lese abwechselnd ein paar Szenen des Romans und erzähle zwischendurch ein bisschen über die Geschichte und über mich, die Fliegerei und was man an Organisationstalent braucht, wenn man einen Ausflug mit der ganzen Familie machen möchte. Und natürlich hoffe ich, dass meine Zuhörer diesen Abend genießen können.

Lesungspause © Christ/Chavarría
In der Pause gibt es leckeres Essen vom Restaurant
Abendstimmung am Flugplatz © Christ/Chavarría
Abendstimmung am Flugplatz

Als ich abends im Zelt in meinem Schlafsack liege, bin ich vollkommen erledigt. Aber es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Mit meiner Familie habe ich anschließend noch ein paar ereignisreiche Urlaubstage im Trubachtal – mit leckerem Kuchen von Martha Walter vom Gasthof Eichler und viel Sonne. Nur zum Klettern kommen wir diesmal dann doch nicht mehr. Nächstes Mal bestimmt wieder!

Und wer weiß – sollte ich es irgendwann schaffen, meinen nächsten Roman fertigzustellen, könnte man hier ja wieder eine kleine Lesung organisieren?!

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