Frühlingsanfliegen bei wolkenlosem Himmel

Wenn der Frühling sich so aufdrängt wie an diesem Wochenende, muss man das ausnutzen. Im Garten chillen, mit den Kindern eine Radtour zur Eisdiele im Nachbarort machen und …? Fliegen natürlich!

Nicht eine Wolke am Himmel

Wir haben Glück und können Samstagnachmittag eine Maschine chartern. Als ich das Flugwetter und die Gafor-Karte checke, denke ich allerdings zuerst, dass der Wetterdienst ein Serverproblem haben muss. Ganz Deutschland Charlie? Wow!

Gafor-Karte - Deutscher Wetterdienst
GAFOR sagt für Samstag beste Sichtflugeigenschaften voraus: Sichten zwischen 20 und 50 km, keine Wolken

Wir sind da, aber wo ist unser Flieger?

Guter Dinge machen wir uns am Samstag (auf den Tag genau drei Jahre nach meinem ersten Flug als Scheininhaber, wie Facebook mich „freundlicherweise“ erinnert) nach dem Mittagessen auf den Weg nach Mosbach-Lohrbach. Wir kommen trotz Stau einigermaßen pünktlich am Flugplatz an. Was fehlt, ist unser Flieger. Die C42 sitzt noch in Worms fest, bekommt neue Bremsleitungen und das dauert mindestens noch eine halbe Stunde. Nicht schlimm – das Wetter ist herrlich. Da kann man es sich auf dem Flugplatzvorfeld gemütlich machen, die Sonne genießen und den anderen Piloten beim Landen zuschauen.

Dann kommt Günter mit seinem Flugschüler und übergibt uns das Flugzeug mit neuer Bremsleitung. Los geht’s!

Erst einmal Platzrunden schrubben

Da wir mehr als 90 Tage nicht mehr in der Luft waren, müssen wir uns erst einmal mit dem neuen Funkgerät vertraut machen. Dann muss jeder drei Platzrunden allein drehen, bis wir uns anderthalb Stunden später als geplant gemeinsam auf den Weg Richtung Worms machen.

Fliegen mit der C42 © Chavarría/Christ
Mit der C42 geht es von Mosbach EDGM nach Worms EDFV

Prima, ein Fernsehturm – den nehme ich

Der Odenwald wird langsam grün und die Sicht ist wirklich bombastisch. Ich will in Richtung Weißer Stein bei Schriesheim und peile kurzerhand den ersten Fernmeldeturm an, der mir unter die Nase kommt. Nur dass es sich dabei um den Fernmeldeturm bei Reisenbach handelt – nördlich und nicht westlich von Mosbach. Mit einem Blick auf den Kompass weist mich mein Partner auf den Fehler hin, sodass wir nicht Richtung Aschaffenburg weiterfliegen. In etwas größerer Entfernung sehen wir auch schon den Weißen Stein. Ich drehe in Richtung Rheinebene ab.

Odenwald © Chavarría/Christ
Langsam wird der Odenwald grün

Wir sind kaum an Eberbach vorbei geflogen, da sehen wir schon den Donnersberg, der in mehr als 70 Kilometern Entfernung auf der anderen Seite der Rheinebene liegt.

Einziges Manko meines Fluges: Ich fliege direkt in Richtung Sonne. Sie blendet immer mal wieder. Aber das stört nicht weiter. In der Rheinebene blitzen die Seen und Rheinschleifen und weisen uns den Weg gen Worms.

Mit der Sonne im Rücken geht es zurück

Wir begrüßen kurz Petra und Andreas, quatschen ein wenig, verabreden uns für die AERO, dann nimmt Andrés auf dem Pilotensitz Platz und bringt uns zurück nach Mosbach.

Keine Wolke in der Rheinebene © Chavarría/Christ
Nicht eine Wolke ist am Himmel zu sehen …
Die Sonne im Rücken © Chavarría/Christ
Die Sonne im Rücken
Anflug auf Mosbach © Chavarría/Christ
Anflug auf Mosbach

Zehn Minuten vor Schließung des Platzes landen wir wieder in Mosbach.

Der Flug war nicht spektakulär, aber wunderschön und perfekt zum „Wiederreinkommen“. Und doch – auch wenn die Sicht trotz Inversionsschicht fantastisch war – ein wenig habe ich die Wolken und den Kontrast vermisst, den sie am Himmel bilden.

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