Rezension: Lena fliegt sich frei

Ein kurzweiliges Buch über Jugendträume, Verantwortung, die erste Liebe und das Fliegen – nicht nur für Mädchen

Wovon träumen Mädchen im Teenie-Alter? Von Jungs, von Pferden, von ihren Pop-Idolen? Dass Mädchen auch vom Fliegen träumen können und dieser Traum wahr werden kann, erzählt Judith Spörl in ihrem Jugendbuch „Lena fliegt sich frei“.

Judith Spörl: „Lena fliegt sich frei“

Buch: J. Spörl, Lena fliegt sich frei, tredition © Judith Spörl
© Judith Spörl

Lena Reisenberg ist ein ganz normaler Teenager. Sie lebt bei ihrer Mutter, zusammen mit deren neuem Lebenspartner und Halbbruder Jakob. Mit dem Partner ihrer Mutter versteht sie sich zum Glück prima. Lenas Vater ist Pilot bei einer Privatfirma. Er wohnt nicht weit weg und die beiden unternehmen oft etwas zusammen. Blöd ist allerdings, dass Lenas beste Freundin Kim vor Kurzem nach Berlin gezogen ist. Lena vermisst sie deutlich mehr, als Kim Lena zu vermissen scheint.

Als Lena wieder einmal einen Ausflug mit ihrem Vater machen will, machen sie Halt an einem Flugplatz in der Nähe. Überraschend trifft sie einen Klassenkameraden, der dort die Segelflugausbildung macht. Er nimmt Lena mit zu den anderen Segelfliegern, sie darf einen Gastflug mitmachen und ist sofort begeistert. Von da an setzt sie alles daran, auch mit dem Fliegen anfangen zu dürfen.

Sie schafft es, ihre Familie zu überzeugen, dass sie einen Schnupperkurs mitmachen kann. Auf dem Flugplatz bei den Segelfliegern lernt sie, Verantwortung für sich und für andere zu übernehmen. Und sie begegnet ihrer ersten Liebe. Der erste Liebeskummer ist da natürlich vorprogrammiert. Doch irgendwann ist es gar nicht mehr so schlimm, dass Kim keine Zeit mehr für Lena hat, weit weg ist und sich so gar nicht für das neue Hobby der einst besten Freundin interessiert. Denn neue Freunde finden sich oft da, wo man es am wenigsten erwartet.

„Lena fliegt sich frei“ liest sich sehr gut, die Geschichte ist kurzweilig, spannend und informativ geschrieben. Nebenbei erfährt man eine ganze Menge über das Segelfliegen, ohne dass diese Informationen sich in den Vordergrund drängen oder überladen wirken. Wer mehr erfahren möchte, der findet im Glossar am Ende des Buches wichtige Begriffe rund um die Fliegerei erläutert.

Ich bin natürlich nicht die primäre Zielgruppe für dieses Jugendbuch. Aber ich habe es mir aus Neugier dennoch gekauft und sofort verschlungen. Die Geschichte hat mich sofort gefesselt und in meine Teenie-Zeit zurück katapultiert: die Abenteuer auf dem Segelflugplatz, das Kribbeln bei den ersten Alleinflügen, das Gefühlschaos, das wahrscheinlich jeder kennt, der einmal Teenager war. Judith Spörl beschreibt das alles prima. Und sie zeigt mit ihrem Jugendbuch, dass Mädchen nicht nur bei Pferden glücklich werden können, sondern auch beim „Reiten durch die Lüfte“.

Die wenigsten wissen, dass man bereits mit 14 Jahren mit dem Segelfliegen anfangen kann, dass es ein hervorragender Gemeinschaftssport und gerade für Schüler gar nicht so teuer ist, wie man meinen könnte. Die Autorin wollte mit ihrem Buch junge Mädchen vom Fliegen begeistern. Ich denke, dass ihr das gelungen ist.

Ich jedenfalls bin gespannt auf eine Fortsetzung von „Lena fliegt sich frei“.

Judith Spörl. Lena fliegt sich frei.
Mit Illustrationen von Doreen Goedhart.

248 Seiten. Tredition GmbH, Hamburg. 2016.
Taschenbuch: 10,99 EUR. ISBN: 978-3-7345-6060-6.
E-Book: 3,99 EUR. ISBN: 978-3-7345-6062-0.
Gebundene Ausgabe: 19,99 EUR. ISBN: 978-3-7345-6061-3.

Mehr Infos: www.lenafliegtsichfrei.de

Advertisements

2 Kommentare zu „Rezension: Lena fliegt sich frei

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s